Norcup in Melle – Stürmischer Samstag, erfolgreicher Sonntag

Am Wochenende des 13. und 14. Juni machte der Nordcup Station in Melle für die Runden 4 und 5. Während der Sonntag sportlich überzeugte, stellte der Samstag alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen.

Bereits während des ersten Motos sorgte starker, böiger Wind für gefährliche Bedingungen auf der Strecke. Aus Sicherheitsgründen entschieden sich Kommissäre und Veranstalter daher für eine rund vierstündige Unterbrechung und verlegten das Rennen in die frühen Abendstunden – eine absolut richtige Entscheidung im Sinne der Sportlerinnen und Sportler.

Doch auch am Abend kam es zu einer längeren Unterbrechung, nachdem eine Fahrerin schwer gestürzt war. In Anbetracht der fortgeschrittenen Uhrzeit und der anstehenden Rennen am Sonntag wurde schließlich beschlossen, den Renntag nach dem zweiten Moto abzubrechen und nur diese beiden Läufe zu werten. Das Ergebnis ist damit zwar offiziell gültig, spiegelt jedoch nicht in allen Klassen die tatsächlichen Leistungsstände wider.

Besonders unglücklich verlief der Tag für unseren jüngsten Starter und Debütanten Bjarne Graß (5 Jahre). Mit großer Vorfreude und entsprechendem Respekt ging er in sein erstes Moto, das er noch etwas verhalten anging. Die lange Unterbrechung und der späte Neustart waren für einen so jungen Fahrer jedoch eine große Herausforderung, sodass gemeinsam entschieden wurde, am Samstag nicht mehr an den Start zu gehen. Lieber Bjarne, wir wünschen dir für die kommenden Rennen einen reibungsloseren Ablauf – auch wenn an diesem Tag niemand Schuld trug.

Auch für Marika Bohne verlief der Samstag wechselhaft. Nach zweijähriger Rennpause feierte sie ihr Comeback und startete im ersten Moto der Girls 15/16 stark von vorne, wurde jedoch vom Wind beeinflusst und stürzte. Im zweiten Lauf zeigte sie dann ihr Können, gewann das Moto und sicherte sich am Ende einen starken zweiten Platz.

Mara Petzold (Girls 11/12) und Jonas Mavrin (Boys 15/16) präsentierten sich in Topform: Beide gewannen ihre Läufe und sicherten sich damit vorzeitig den Tagessieg. Für unsere anderen Sportlerinnen und Sportler war das Zeigen ihres Könnens aufgrund der verkürzten Renndistanz kaum möglich.

Umso erfreulicher verlief der Sonntag: Trotz angekündigter Sturmwarnung blieb es deutlich ruhiger, sodass ein regulärer Rennablauf bis in die Finalläufe gewährleistet war. Die Bedingungen sind im BMX für alle gleich – und damit fair.

In der Cruiser Open Klasse erreichten Dome Parchomyk und Anais Seychelles das Finale und belegten die Plätze 2 und 7. Jannick Boulnois fuhr bei den Boys 7/8 ebenfalls bis ins Finale und belegte einen starken 4. Platz.

Für echte Ahnataler Girlie-Power sorgten Enna Schmidts (Girls 9/10), Mara Petzold (Girls 11/12), Julia Wegener (Girls 13/14) und Marika Bohne (Girls 15/16) mit den Plätzen 4, 1, 2 und 2.

Jonas Mavrin dominierte seine Klasse und gewann alle Läufe – ein perfektes „Clean Sheet“ und verdient Platz 1. In der Klasse Boys 15/16 erreichten zudem Florian Wegener und Joshua Petzold gemeinsam mit Jonas das Finale und belegten die Plätze 7 und 8. Joshua hatte dabei etwas Pech, da er direkt am Start von der Bahn gedrängt wurde – ansonsten wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen.

Auch Janne Wagner zeigte eine starke Leistung: Ohne Punktverlust zog er ins Finale der Men 17–29 ein und musste sich dort nur einmal geschlagen geben. Am Ende stand ein hervorragender 2. Platz.

Insgesamt konnte der RSC erneut zahlreiche Finalteilnahmen, Podestplätze und mehrere Tagessiege verbuchen – eine geschlossen starke Mannschaftsleistung.

Nach fünf von acht Wertungsläufen liegen aktuell folgende RSC-Fahrerinnen und -Fahrer auf Gesamtplatzierungen, die für die Endwertung relevant sind:

Anais Seychelles (Cruiser Women) – Platz 2
Dome Parchomyk (Cruiser Men) – Platz 1
Jannick Boulnois (Boys 7/8) – Platz 5
Enna Schmidts (Girls 9/10) – Platz 3
Mara Petzold (Girls 11/12) – Platz 1
Julia Wegener (Girls 13/14) – Platz 5
Marika Bohne (Girls 15/16) – Platz 3
Jonas Mavrin (Boys 15/16) – Platz 1
Joshua Petzold (Boys 15/16) – Platz 3
Janne Wagner (Men 17–29) – Platz 6

Wir freuen uns auf die kommenden Rennen!